Bilderserien

Veränderungen

1880 gab es im Werk Monets einen Bruch mit dem Impressionismus, aber nicht mit seiner Malerei. Er änderte seine Farbwahl. Anstatt ausschließlich helle Farben zu benutzen, wählte er nun auch dunkle schwere Töne. In dieser Zeit beschäftigte er sich vor allem mit Küsten- und Felsenlandschaften. Ab 1890 ging er dann vermehrt dazu über Bilderserien der gleichen Motive zu unterschiedlichen Tageszeiten zu malen. So entstanden durch unterschiedliche Beleuchtung verschiedene Ansichten desselben Motivs. Dabei arbeitete er immer nur wenige Minuten an einem Tag. So entstanden z.B. zwischen 1892 und 1894 20 Ansichten der Fassade der Kathedrale von Rouen. In jedem Bild herrscht ein anderes Licht und somit auch eine andere Stimmung. Diesen Effekt bemerkt der Betrachter jedoch erst nach längerem Hinschauen. Die Darstellung von Menschen gab Monet nun völlig auf.

Gezielte Farbsetzung

Ab 1899 begann der Zyklus von Lilien- und Seerosenbildern. Das Farbspektrum wird nicht wahllos eingesetzt, es vermittelt den Eindruck eines persönlichen Farbklangs. Die Lichtwerte werden in den Seerosenbildern wieder stärker gegenständlich gebunden. Sie vermitteln einen friedlichen und feierlichen Eindruck, nicht ohne einen gewissen Zauber zu hinterlassen.